Buchhaltung mit Lexoffice automatisieren: Meine Erfahrung

Nachdem ich auf dem Weg zu einer automatisierten Buchhaltung mir bereits sevDesk und Fastbill angeschaut habe und mir gedacht habe: Alle guten Dinge sind drei, wollte ich auch noch Lexoffice eine Chance geben.

Meine persönliche Situation und Anforderungen an eine Lösung, habe ich hier beschrieben: Mein Weg zur automatisierten Buchhaltung Dieser Artiel ist Teil einer Serie:

  1. Mein Weg zur automatisierten Buchhaltung
  2. Get My Invoices: Meine Erfahrungen nach über einem Jahr
  3. sevDesk: Meine persönlicher (erster) Eindruck
  4. Fastbill: Mein persönlicher (erster) Eindruck
  5. Lexoffice: Mein persönlicher (erster) Eindruck
  6. Meine Entscheidung

Info

Ich habe Fastbill bisher nur im kostenlosen 14-tägigen Probezeitraum genutzt und meine Erfahrung kann man als ersten Eindruck bezeichnen. Der Langzeittest steht noch aus, wenn ich mich schlussendlich für Fastbill entscheiden sollte.

Ich habe kein Geld oder irgendeine andere Gegenleistung für diesen Bericht erhalten. Ich mach das aus meiner persönlichen Motivation heraus, meine Buchhaltung so gut es geht zu automatisieren.

Erster Eindruck

Leider war der erste Eindruck von Lexoffice nicht besonders positiv. Als ich die ersten Belege, die ich vorher ebenfalls zu sevDesk und Fastbill hochgeladen habe, versucht habe mit Lexoffice zu erfassen, sind mir direkt schlechte Erinnerungen an Get My Invoices hochgekommen.

Zwar kann man mehrere Belege auf einmal hochladen, trotzdem braucht die Texterkennung ewig. Bei meinen ersten Tests fast immer 5-10 Sekunden. In der Zeit ist die UI gesperrt und man kann nichts machen = verlorene Zeit. Das Ergebnis ist dann leider auch ernüchternd. Meistens wird nur ein Bruchteil der Felder ausgefüllt. Das meiste muss man per Hand machen.

lexoffice texterkennung
Texterkennung läuft und blockiert alles

Wenn die Texterkennung funktioniert, erkennt sie aber auch Informationen (Name, USt-IdNr., Email…) zu dem Lieferanten/Kunden und kann basierend darauf einen neuen Lieferanten/Kunden anlegen.

Zusätzlich kann man, wie ich es bereits von Get My Invoices kannte, Stellen im Beleg mit der Maus markieren und in diesem Bereich wird dann noch mal die Texterkennung ausgeführt. Das erfasste kann man dann direkt für eins der Felder übernehmen.

lexoffice texterkennung markieren
Bereich markieren und per Texterkennung Felder ausfüllen

Leider erlaubt aber auch Lexoffice keine Fremdwährungen. Und das weder bei Belegen noch bei Rechnungen. Für mich leider ein K.O.-Kriterium.

Was mir ebenfalls fehlt, ist die Möglichkeit per Email erhaltene Belege per Email an Lexoffice zu senden.

Rechnungen kann man dafür aber in Englisch erstellen und auch das Land usw. wird richtig übersetzt. Man kann auch direkt aus Lexoffice heraus Rechnungen per Email verschicken, es ist aber keine Angabe von CC oder BCC Adressen möglich.

lexoffice beleg englisch
Rechnung in Englisch übersetzen

Positiv überrascht war ich von der Möglichkeit meine American Express-Kreditkarte zu hinterlegen. Allerdings wurde nur der aktuelle Kontostand abgerufen, nicht die Zahlungen.

Fazit

An dieser Stelle habe ich den Text von Lexoffice dann abgebrochen. Der Workflow hat mir einfach nicht gefallen. Vor allem die lahme Texterkennung, keine Möglichkeit zumindest bei Rechnungen Fremdwährungen anzulegen und die fehlende Email-Weiterleitung haben mich zu dem Schluss gebracht, dass Lexoffice leider nicht für meine Buchhaltung taugt.

Dieser Artikel ist Teil der Serie Buchhaltung automatisieren. Hier findet ihr die weiten bisher veröffentlichen Beiträge:

  1. Mein Weg zur automatisierten Buchhaltung
  2. Get My Invoices: Meine Erfahrungen nach über einem Jahr
  3. sevDesk: Meine persönlicher (erster) Eindruck
  4. Fastbill: Mein persönlicher (erster) Eindruck
  5. Lexoffice: Mein persönlicher (erster) Eindruck
  6. Meine Entscheidung

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