Innsbruck Teil 1
Views: 4112
Am Schalter habe ich gefühlt Jahre nicht mehr eingecheckt. Sonst immer via Web-Checkin oder am Automaten. Heute führte aber kein Weg dran vorbei.
Genau deswegen musste ich auch ein einhalb Stunden vor Abflug am Köln/Bonn Airport sein. Der Grund für diesen „Aufwand“ war, dass Welcome Air kein Web-Checkin anbietet. In Innsbruck hat Welcome Air ihre Basis und genau dahin sollte es heute gehen.
Die Strecke wurde nur wenige Monate zuvor aufgenommen und mit Welcome Air einzigen Flugzeugtyp Dornier 328 geflogen. (Anmerkung: Die Strecke ist schon wieder eingestellt...)

Doch was macht man wenn man 3 Tage auf den Rückflug warten muss? Man fliegt mehr oder weniger Sinnlos (je nach Ansicht) durch die Gegend.
So buchte ich mir CGN-INN / INN-GRZ-HAJ-GOT / GOT-HAJ-INN / INN-GRZ-CGN (Je eine Buchung) für je 39 Euro pro Strecke (-Gutschein = sehr günstig)

Der Flieger stand pünktlich bereit und kaum waren alle Passagiere an Board wurden die zwei Propeller angeschmissen und wenige Minuten später hoben wir von der 14L ab in Richtung Innsbruck.

Bild

Bild

Die Alpen zeigten sich von ihrer schönsten Seite.
Bild

Der Flug verlief ruhig.
Es gab ganze 2 Getränkerunden und ein belegtes Brot. Nicht schlecht für die Flugzeit. Allerdings waren auch nur 19 Pax an Board.
Bild

Es ging durch das Tal von Innsbruck im Queranflug auf die Runway 26. Der Blick auf die Stadt beim eindrehen war wunderschöner.
Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Vom Flieger waren es nur wenigen Meter zum Bus und kaum saß ich drin, fuhr er auch schon los.

Das Ibis, mein Hotel für die 3 Nächte, liegt direkt am Bahnhof und ist sehr gut zu erreichen.
Ich legte erste einmal die Füße hoch und machte mich erst später auf, die Stadt zu erkunden.

Bild

Ich war zwar schon einmal in Innsbruck aber nur für wenige Stunden zum Spotten. Dieses mal hatte ich reichlich Zeit mit die Stadt genauestens anzuschauen
Bild

Bild

Besonders der Hofgarten gefiel mir sehr gut.
Bild

Bild

Wikipedia: Der Innsbrucker Hofgarten ist ein denkmalgeschützter Park in Innsbruck (Bundesland Tirol, Österreich) am Rande der Altstadt, angrenzend an Hofburg, Kongresshaus und Tiroler Landestheater. Seit ihrem rund 600jährigen Bestehen erfuhr die 10 ha große Anlage als gartenstilistische Höhepunkte die Wandlung vom Augebiet über Renaissance- und Barockgarten bis zur aktuellen Gestaltung im Englischen Landschaftsstil seit ca. 150 Jahren. Die letzte Umgestaltung hat Friedrich Ludwig von Sckell konzipiert, ausgeführt wurde sie aber erst vier Jahrzehnte später und wesentlich vom Sckell´schen Vorschlag abweichend von einem unbekannten Meister.
Bild

Wikipedia: Das Tiroler Landestheater steht in Innsbruck, in unmittelbarer Nähe der historischen Altstadt, umgeben von Hofburg, Hofgarten und SOWI-Fakultät der Universität Innsbruck. Das große Haus fasst gegen 800 Sitzplätze und die Kammerspiele im Souterrain rund 250. Im Spielplan stehen Schauspiel, Oper, Operetten, Musicals und Tanztheater.
Bild

Wikipedia: Die Hofburg in Innsbruck war einst Sitz der Tiroler Landesfürsten. Erzherzog Sigmund der Münzreiche, Graf von Tirol, ließ eine mittelalterliche Burg erbauen. Sein Nachfolger, der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. baute die Anlage aus. Erst Maria Theresia (regierte von 1740-1780) gab den Auftrag zum Umbau im Stile des höfischen Wiener Rokoko. So präsentiert sich der Prachtbau noch heute.
Bild

Bild

Wikipedia: Das Goldene Dachl ist ein Gebäude mit spätgotischem Prunkerker in der Innsbrucker Altstadt und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Das Dach des Erkers wurde mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt.
Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Der Ausblick von meinem Hotelzimmer aus.
Bild

Am nächsten Morgen musste ich wieder früh aus dem Bett. Doch was dafür an dem Tag auf dem Plan stand, schreckte mich davon nicht ab.

Nach dem reichhaltigem Frühstück fuhr ich direkt zum Flughafen.
Der Checkin öffnete erst eine Stunde vor Abflug und so verbrachte ich die restliche Zeit auf der Besucherterrasse.

Bild

Bild

Das sollte mein Flugzeug für Heute werden.
Bild

Das einigste, was sich abgesehen von ein paar Sportfliegern bewegte, war diese Dash von Austrian Airlines.
Bild

Pünktlich holte ich meine Boardkarte ab und ging direkt durch die Sicherheitskontrolle in den Warteraum. Dort wurde noch der OS Flug nach Frankfurt/Main abgefertigt.
Da das Terminal derzeit erweitert wurde standen nur 2 Gates zu Verfügung. Dem Umbau wird wohl auch die gute Sicht von der Besucherterrasse zum Opfer fallen.

Das Boarding begann erst 10 Minuten vor Abflug. Bei 21 Pax auch kein Problem.
Die wirklich sehr netten Stewardess trug ich direkt mein Anliegen vor: „Ich würde gerne den gesamten Umlauf mitfliegen“. Sie guckte zwar etwas verwirrt aber solange ich die Tickets hätte wäre das kein Problem.

Das erste Ziel war Graz. Nach dem Trackback gab die Maschine Vollgas um uns aus dem Tal zu befördern.

Bild

Bild

Die Alpen zeigten sich wieder einmal von ihrer schönsten Seite und dank der kurzen Flugzeit und der damit verbunden geringen Flughöhe auch von sehr nah.
Bild

Auf diesem Flug gab es ein Stück Kuchen und wieder 2 Getränkerunden.
Die zweite Runde kam parallel mit der „10 Minutes to Landing“ Ansage. Das hatte ich auch noch nicht erlebt. Aber der Service wurde durchgezogen.
Bild

In Graz stiegen über die Hälfte der Passagiere aus und nur sechs blieben übrig.
Nachdem der Putztrupp einmal kurz aufgeräumt hatte, kamen schon die neuen Passagiere. Kaum waren diese "eingeladen" wurden die Triebwerke wieder gestartet und schon waren wir auf dem Weg nach Hannover.

Nach dem Start unterhielt ich mich nett mit der Stewardess über Welcome Air und Air A!ps:
Air Al!ps ist mit Welcome Air fusioniert und deswegen wurde der heutigen Flüge von Air A!ps durchgeführt. Das ist aber nicht die Regel. Aber eine Dornier hatte einen Check und deswegen Welcome Air einen Flieger zu wenig. Da passte es gut das Air A!lps einen zu viel hatte.

Während des Fluges gab es dieses mal einen Wurst- oder Nudelsalat sowie 2 Getränkerunden. Die Flugzeit nach Hannover betrug eine Stunde und 45 Minuten. Ist halt kein Jet sondern ein Prop.
Da es auf dieser Strecke eine nicht so spektakuläre Aussicht gab wie die Alpen, verbrachte ich die meiste Zeit mit lesen.

Bild

In Hannover gingen wieder einige Pax von Board und es kamen einige hinzu.
Außerdem wurde das Flugzeug aufgetankt mit weiteren 1000 Kg Treibstoff. Los geflogen waren wir mit 2020 Kg.
Während des Betankungsvorganges durften wir an Board bleiben, mussten aber unsere Sitzgurte öffnen und alle elektronische Geräte ausschalten.
Kaum war der Tankwagen weg, waren wir auch schon wieder in der Luft Richtung Göteborg.

Dieses mal betrug die Flugzeit eine Stunde und 30 Minuten.
Wieder gab es reichlich zu Trinken und ein kleinen Snack.

Da es die meiste Zeit Bewölkt war, machte ich nur wenige Fotos. Erst im Anflug durchbrachen wir die Wolkendecke wieder.

Bild

Am Gate angekommen, stiegen alle Passagiere aus und nur ich blieb mit der Crew zurück.
Bild

Da es in Maastricht Probleme mit dem Radar gab, bekamen wir einen Slot der uns 45 Minuten Delay verschaffte. Beim Hinflug sind wir knapp vor dem Auftreten des Problems durch geschlüpft. 
Davon waren nicht nur wir betroffen sondern auch weitere 700 Flüge, wie ich später erfuhr.
Bild

Bild

Ich hatte natürlich direkt am Anfang um ein Besuch im während des Fluges Cockpit gebeten. Aber da die Piloten selber noch nie die Strecke geflogen waren wurde es auf den Rückflug verschoben.
Jetzt war meine Zeit gekommen und kurz vor der Ankunft der Pax, durfte ich auf dem Jumpseat platz nehmen. Für mich das erste Mal.
Bild

Ich bekam kurz eine Einweisung wie ich mich im Notfall verhalten zu habe und schon wurden die beiden Treibwerke wieder gestartet denn wir hatten einen Slot zu bekommen.
Wir bekamen auch direkt unsere Startfreigabe und so verschwanden wir in den Wolken und ließen den Landvetter Airport hinter uns.
Bild

Bild

Bild

Bild

Die Wolkendecke hatte sich stark verdichtet und so blieb es eine ganz Zeit um uns herum weiß. Dafür gab es ja genug im Cockpit zu fotografieren.
Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Unsere Reiseflughöhe für den Flug nach Hannover betrug 24.000 Fuß.
Bild

Da das Cockpit der Dornier sehr dem Boeing 737NG Cockpit ähnelt kannte ich vieles dank meiner Flugsimulator Erfahrung. Die beiden Piloten wunderten sich schon das ich so wenige Fragen hatte. Aber selbst der Copilot war begeisterter Flugsimulatorfan. Allerdings eher Richtung Falcon also Kampfjets.
Bild

Bild

Ich hielt meine Klappe machte Fotos und die Piloten bereiteten sich schon auf den Anflug sowie dem Abflug aus Hannover vor. Denn sie wollten umbedingt die Verspätung halten oder sogar verkürzen.
Bild

Wir bekamen zum Glück einen kurzen STAR (Standard Terminal Arrival Route).
Bild

Leider kam ich wohl mit den ganzen Speicherkarten durcheinander und mit fehlen einige Bilder von der Landung in Hannover und dem weiteren Flug nach Innsbruck. Deswegen nur der Text:
Wir rollten zu der Park Position wo wir auch schon wenige Stunden vorher standen. Mit mir blieben nur drei Passagiere Sitzen. Der Rest stieg aus. Dafür kamen wenige Minuten Später 15 neue Pax. Somit waren es 18 auf dem Flug nach Innsbruck.
Auch ich durfte nach einer kleinen Pause wieder auf dem Jumpseat platz nehmen.

Auf dem schnellsten Weg ging es wieder in die Luft und so konnten wir unsere 45 Minuten Delay zumindest halten.
20 Minuten später erreichten wir unsere TOC (Top of Climbe) Höhe und der entspanntere Teil des Fluges begann für die Piloten.
Da es für diese Crew das letzte Leg seien sollte gab es großes Resteessen. Auch ich bekam etwas ab. Einen wirklich leckeren Nudelsalat. Man muss sagen der Service bei Welcome Air bzw. Air A!ps ist wirklich Super!

Nach dem Erreichen des TOD (Top of Descend) machte sich auf dem Wetterradar, vor dem Flugzeug, eine Gewitterzelle bemerkbar.
Der Captain requestete sie zu umfliegen zu dürfen, da sie Mitten auf unserer Strecke lag. Ein wenig durften wir abweichen aber nicht zu weit. So ging es nicht komplett herum.
Beim Durchfliegen wackelte es etwas aber solange wir nicht durch das Rote mussten war das kein Problem.

Bild

Bild

Danach wurde das Wetter super klar und so fragte der Copilot einen visible Approache (Sichtanflug) auf die Runway 08 an.
Bild

Beim Einfliegen in das Tal zeigte sich Links ein Regenbogen.
Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Ich glaube einen schöneren Anflug gibt es nicht! Selbst die beiden Piloten hatten noch nie einen schöneren Anflug auf Innsbruck geflogen, sagten sie.
Bild

Wir konnten unser Delay sogar etwas verkürzen. Mehr war einfach nicht drin.

Für mich und die Crew war es der letzte von 5 Flügen am heutigen Tag. Für die OE-LKD nicht. Sie musste noch einmal nach Graz und zurück. Das aber mit einer anderen Crew. Ich drohte zwar damit mich fest zu ketten, fand aber keine Kette und musste so auch den Flieger verlassen.

Mit dem Bus ging es zurück zum Hotel wo ich den schönen Tag mit einem Bier ausklingen ließ.

Hier endet Teil 1 meines TripReports.

Bild

 
 
 
 
blog comments powered by Disqus